Aluminium ist das dritthäufigste Element und das häufigste Metall in der Erdkruste. Es ist bekannt für seine Leichtigkeit, Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit, was es zu einem idealen Material für eine Vielzahl von Anwendungen macht. Die Herstellung von Aluminium ist jedoch energieintensiv, was die Bedeutung des Recyclings dieses Metalls unterstreicht, um es möglichst lange und häufig wiederverwenden zu können[10][12].

Was ist Sekundäraluminium?

Sekundäraluminium bezeichnet Aluminium, das durch das Umschmelzen von Schrott entsteht. Es spielt eine wichtige Rolle in der Aluminiumindustrie, da es die gleichen Eigenschaften wie Primäraluminium aufweist, aber mit einem Bruchteil des Energieaufwands hergestellt werden kann. Für das Recycling von Aluminium werden nur etwa 5% der Energie benötigt, die zur Gewinnung von Primäraluminium notwendig wäre[2][3][4].

Der Recyclingprozess von Aluminium

Der Recyclingprozess von Aluminium umfasst mehrere Schritte:

  • Sammlung
    Aluminiumschrott wird gesammelt, einschließlich Getränkedosen, Lebensmittelverpackungen, Automobilteile und Baukomponenten.
  • Sortierung
    Der Schrott wird sortiert und von anderen Materialien getrennt.
  • Schmelzen
    Das sortierte Aluminium wird in Schmelzöfen eingeschmolzen.
  • Raffination
    Das geschmolzene Aluminium wird gereinigt und von Verunreinigungen befreit.
  • Gießen
    Das gereinigte Aluminium wird in Formen gegossen, um neue Produkte zu erstellen[9].

Vorteile des Aluminiumrecyclings

Das Recycling von Aluminium bietet zahlreiche Vorteile:

  • Energieeinsparung: Wie bereits erwähnt, erfordert das Recycling von Aluminium nur einen Bruchteil der Energie im Vergleich zur Primärproduktion.
  • Ressourcenschonung: Durch das Recycling wird die Notwendigkeit des Abbaus von Bauxit verringert, wodurch natürliche Ressourcen geschont werden.
  • Reduzierung von CO2-Emissionen: Weniger Energieverbrauch bedeutet auch weniger CO2-Emissionen, was zum Umweltschutz beiträgt[2][3][4][16].

Herausforderungen beim Aluminiumrecycling

Beim Recycling von Aluminium gibt es mehrere Herausforderungen und Probleme, die den Prozess beeinträchtigen können:

Sortenreinheit

Eine der größten Herausforderungen beim Aluminiumrecycling ist die Gewährleistung der Sortenreinheit des gesammelten Materials. Aluminiumschrott kann mit anderen Metallen wie Blei oder mit nichtmetallischen Materialien wie Öl, Wasser oder Kunststoff kontaminiert sein, was die Produktqualität beeinträchtigen, die Betriebskosten erhöhen und sogar die Sicherheit der Mitarbeiter gefährden sowie die Umwelt belasten kann[3].

Qualitätserhalt

Mit jedem Recyclingschritt kann die Qualität des Aluminiums abnehmen, ein Prozess, der als Downcycling bekannt ist. Hochwertiges Aluminium verliert bei jedem Recyclingschritt an Qualität und wird somit immer weniger für anspruchsvolle Anwendungen nutzbar. Es gibt Legierungen, die für 95 Prozent der Aluminiumanwendungen nicht mehr nutzbar sind[4].

Energieaufwand

Obwohl das Recycling von Aluminium deutlich weniger Energie erfordert als die Primärproduktion, ist der Prozess immer noch energieintensiv. Die Energieeffizienz des Recyclingprozesses zu verbessern, ist daher ein wichtiges Ziel[3][4].

Wirtschaftliche Faktoren

Die Kostenbelastung für Unternehmen im Recyclingbereich kann hoch sein, was teilweise auf die Energiepolitik und die Marktsituation zurückzuführen ist. Dies kann zu einer Reduzierung der Recyclingkapazitäten führen[2].

Technologische Herausforderungen

Die zunehmende Komplexität des Elektronikschrotts und die Vielfalt der Legierungen stellen eine weitere Herausforderung dar. Die Entwicklung effektiverer Sortier- und Recyclingtechnologien ist notwendig, um mit dieser Komplexität umzugehen[3].

Umweltbelastung

Die Herstellung von Aluminium ist mit hohen CO2-Emissionen verbunden. Obwohl das Recycling von Aluminium diese Emissionen erheblich reduziert, bleibt die Umweltbelastung durch die Aufbereitung und Produktion von Aluminium ein Problem[3].Recycling von Metall

Energiebilanz beim Aluminiumrecycling

Die Energiebilanz beim Aluminiumrecycling ist deutlich positiver als bei der Herstellung von Primäraluminium. Das Recycling von Aluminium erfordert nur etwa 5% der Energie, die für die Gewinnung von Primäraluminium aus Bauxit notwendig ist[20][21][22]. Dies bedeutet, dass durch das Recycling von Aluminium bis zu 95% der Energie eingespart werden kann, die beim ursprünglichen Herstellungsprozess benötigt wird.

Die Herstellung von Primäraluminium ist ein sehr energieintensiver Prozess, der etwa 14 MWh elektrischer Energie und rund 450 kg Kohlenstoffanoden pro Tonne Aluminium benötigt[20]. Im Vergleich dazu ist das Recycling von Aluminium nicht nur energieeffizienter, sondern trägt auch zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei, da weniger Energie aus fossilen Brennstoffen benötigt wird[22].

Die Verbesserung der Energieeffizienz im Recyclingprozess ist ein wichtiges Ziel, um die Umweltauswirkungen weiter zu reduzieren. Neue Recyclinganlagen und Technologien, die den Energieverbrauch senken, sind Teil der zukünftigen Entwicklungen im Bereich des Aluminiumrecyclings[24].

Damit lässt sich sagen, dass das Recycling von Aluminium eine wesentliche Rolle bei der Reduzierung des Energieverbrauchs und der Minimierung der Umweltauswirkungen spielt. Die positive Energiebilanz macht das Recycling von Aluminium zu einem Schlüsselelement in der nachhaltigen Materialwirtschaft.

Methoden zur Berechnung der Energiebilanz beim Aluminiumrecycling

Bei der Berechnung der Energiebilanz beim Aluminiumrecycling werden verschiedene Methoden angewendet, um den Energieverbrauch und die Energieeinsparungen im Vergleich zur Primärproduktion von Aluminium zu ermitteln. Hier sind einige der Methoden, die zur Berechnung der Energiebilanz verwendet werden:

1. Lebenszyklusanalyse (LCA)

Die Lebenszyklusanalyse ist eine Methode, die verwendet wird, um die Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg zu bewerten, von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und Nutzung bis hin zur Entsorgung oder zum Recycling. Bei der Berechnung der Energiebilanz für das Aluminiumrecycling werden alle Phasen des Recyclingprozesses berücksichtigt, einschließlich der Sammlung, Sortierung, Schmelze, Raffination und des Gießens des recycelten Aluminiums[31][33][34].

2. Prozesssimulation

Prozesssimulationen werden eingesetzt, um den Energieverbrauch und die Effizienz von Recyclinganlagen zu modellieren. Diese Simulationen können dazu beitragen, den Energieverbrauch für verschiedene Prozessschritte zu optimieren und die Gesamtenergiebilanz zu verbessern[25][34].

3. Energieverbrauchsmessungen

Direkte Messungen des Energieverbrauchs in Recyclinganlagen können genaue Daten über den tatsächlichen Energiebedarf für das Schmelzen und Raffinieren von Aluminiumschrott liefern. Diese Daten sind wichtig für die Berechnung der Energiebilanz und für die Identifizierung von Bereichen, in denen Energieeinsparungen möglich sind[23][35].

4. Vergleichsanalysen

Vergleichsanalysen zwischen dem Energieverbrauch für die Herstellung von Primäraluminium und dem Energieverbrauch für das Recycling von Aluminium werden durchgeführt, um die Energieeinsparungen zu quantifizieren. Diese Analysen berücksichtigen die unterschiedlichen Energiequellen und die Effizienz der jeweiligen Prozesse[21][32].

5. Ökobilanzierung

Die Ökobilanzierung ist eine Methode, die nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch andere Umweltauswirkungen wie Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch und Abfallproduktion bewertet. Diese umfassende Bewertung hilft dabei, die Nachhaltigkeit des Aluminiumrecyclings zu beurteilen[33].

6. Techno-ökonomische Analysen

Techno-ökonomische Analysen kombinieren technische Daten mit wirtschaftlichen Faktoren, um die Kosten und den Energieverbrauch von Recyclingprozessen zu bewerten. Diese Analysen können dazu beitragen, die wirtschaftlichsten und energieeffizientesten Recyclingmethoden zu identifizieren[32].

Diese Methoden ermöglichen eine umfassende Bewertung der Energiebilanz beim Aluminiumrecycling und unterstützen die Entwicklung von Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Umweltauswirkungen.

 

Die thermodynamischen Gleichgewichte spielen eine entscheidende Rolle bei der Berechnung der Energiebilanz beim Aluminiumrecycling, da sie die Energieeffizienz der Recyclingprozesse und die Qualität des recycelten Aluminiums beeinflussen. Thermodynamische Gleichgewichte bestimmen, unter welchen Bedingungen und bei welchen Temperaturen verschiedene Phasen und Verbindungen im Aluminiumschrott während des Recyclingprozesses stabil sind. Diese Gleichgewichte sind wichtig für die Optimierung der Schmelz- und Raffinationsprozesse, um den Energieverbrauch zu minimieren und die Ausbeute an recyceltem Aluminium zu maximieren[25][26][21][27][28][29][30].

Bedeutung thermodynamischer Gleichgewichte beim Aluminiumrecycling:

  1. Energiebedarf für Schmelzprozesse
    Thermodynamische Berechnungen helfen dabei, den theoretischen Energiebedarf für das Erhitzen, Schmelzen und Raffinieren von Aluminiumschrott zu bestimmen. Diese Berechnungen sind entscheidend für die Einstellung der optimalen Prozesstemperaturen und -zeiten, um Energie zu sparen[27].
  2. Reaktionen während des Recyclings
    Thermodynamische Gleichgewichte geben Aufschluss über mögliche chemische Reaktionen zwischen Aluminium und anderen Materialien im Schrott, wie organische Anhaftungen oder Oxide. Diese Reaktionen können exotherm sein und zusätzliche Energie in den Prozess einbringen oder erfordern, was die Energiebilanz beeinflusst[21].
  3. Vermeidung von Metallverlusten
    Die Kenntnis der thermodynamischen Gleichgewichte ist wichtig, um die Oxidation von Aluminium zu verhindern, die zu Metallverlusten beim Recycling führen kann. Die Oxidation von Aluminium ist eine exotherme Reaktion, die zu einer Erhöhung der Energiebilanz beiträgt, aber auch zu einem Verlust an recycelbarem Material führt[21].
  4. Optimierung der Wärmebehandlung
    Thermodynamische Modelle können verwendet werden, um die Wärmebehandlung von Aluminiumlegierungen zu optimieren. Dies ist wichtig, um die gewünschten mechanischen Eigenschaften des recycelten Aluminiums zu erreichen und die Energieeffizienz des Prozesses zu verbessern[28].
  5. Vorhersage von Phasenänderungen
    Thermodynamische Gleichgewichte ermöglichen die Vorhersage von Phasenänderungen im Aluminium während des Recyclings. Dies ist entscheidend für die Kontrolle der Mikrostruktur und der Eigenschaften des recycelten Aluminiums[26].

Herausforderungen beim Recycling von Aluminium:

  • Komplexität der Legierungen
    Aluminiumschrott kann aus einer Vielzahl von Legierungen bestehen, was die Berechnung der thermodynamischen Gleichgewichte kompliziert macht[29].
  • Genauigkeit der Daten
    Die Genauigkeit der thermodynamischen Daten und Modelle ist entscheidend für zuverlässige Vorhersagen und Optimierungen[28].
  • Dynamik des Recyclingprozesses
    Die dynamischen Bedingungen während des Recyclings, wie Temperaturschwankungen und Verunreinigungen, können die thermodynamischen Gleichgewichte beeinflussen[30].

Zusammenfassend sind thermodynamische Gleichgewichte ein wesentliches Werkzeug für die Optimierung der Energiebilanz beim Aluminiumrecycling. Sie tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu minimieren, die Qualität des recycelten Aluminiums zu sichern und die Umweltauswirkungen des Recyclingprozesses zu reduzieren.

 

Verfügbarkeit von Schrott

Die Verfügbarkeit von Aluminiumschrott kann problematisch sein, was die Produktion von Recyclingaluminium beeinflusst. Dies kann zu einer verstärkten Importabhängigkeit von Gusslegierungen führen[2].

Akzeptanz von Rezyklat

Die Akzeptanz von recyceltem Aluminium hängt stark von der Reinheit und Qualität des Materials ab. Recyclingunternehmen müssen möglichst sortenreines Material liefern, um die Anforderungen der Nutzer wie Automobilhersteller oder Produzenten von Elektronikartikeln zu erfüllen[6].

Exkursion Rezyklat

Rezyklat bezeichnet Sekundärrohstoffe, die durch Recyclingprozesse gewonnen werden. Es handelt sich um Materialien, die ganz oder teilweise aus recycelten Stoffen bestehen und für die Herstellung neuer Produkte verwendet werden können[38][39]. Rezyklate spielen eine wichtige Rolle in der Kreislaufwirtschaft, da sie dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und Abfallmengen zu reduzieren[47][48].

Beim Recycling von Nichteisenmetallen wie Aluminium gibt es jedoch einige Herausforderungen und Probleme:

Sortenreinheit

Die Trennung verschiedener Legierungen und die Entfernung von Verunreinigungen sind entscheidend für die Qualität des Rezyklats. Vermischte oder kontaminierte Materialien können die Eigenschaften des recycelten Metalls beeinträchtigen und dessen Einsatzmöglichkeiten einschränken[37][38].

Qualitätserhalt

Jeder Recyclingzyklus kann zu einem Qualitätsverlust führen, bekannt als Downcycling. Dies kann dazu führen, dass das Rezyklat nur noch für Produkte mit geringeren Anforderungen geeignet ist und nicht mehr für hochwertige Anwendungen verwendet werden kann[37][38].

Wirtschaftliche Faktoren

Die Wirtschaftlichkeit des Recyclings wird durch Faktoren wie die Marktpreise für Primärmetalle, die Kosten für die Sammlung und Aufbereitung von Schrott sowie die Verfügbarkeit und Qualität des Schrotts beeinflusst[36][40].

Technologische Herausforderungen

Die Entwicklung effizienter Technologien zur Sortierung und Aufbereitung von Metallschrott ist notwendig, um die Qualität des Rezyklats zu verbessern und den Recyclingprozess zu optimieren[37].

Umweltbelastung

Obwohl das Recycling von Metallen umweltfreundlicher ist als die Gewinnung von Primärmetallen, können beim Recyclingprozess dennoch Umweltbelastungen entstehen, beispielsweise durch Energieverbrauch und Emissionen[37].

Zukünftige Entwicklungen

Im Bereich des Aluminiumrecyclings gibt es mehrere zukünftige Entwicklungen und Trends, die darauf abzielen, die Effizienz zu steigern, die Qualität des recycelten Aluminiums zu verbessern und die Umweltauswirkungen zu minimieren. Hier sind einige der wichtigsten Entwicklungen:

Verbesserte Sortier- und Trenntechnologien

Neue Technologien wie die laserinduzierte Plasma-Spektroskopie werden entwickelt, um Aluminiumschrott effizienter zu sortieren und zu trennen. Diese Technologien können dazu beitragen, die Sortenreinheit zu erhöhen und die Qualität des recycelten Aluminiums zu verbessern[2].

Energieeffizienz

Es wird an Verfahren gearbeitet, die den Energieverbrauch beim Recycling von Aluminium weiter reduzieren. Da die Herstellung von Sekundäraluminium bereits deutlich weniger Energie erfordert als die Primärproduktion, sind weitere Verbesserungen in diesem Bereich besonders vorteilhaft für die Umwelt[4][5].

Neue Recyclinganlagen

Es werden neue Recyclinganlagen installiert, die den Einsatz von recyceltem Aluminium erhöhen. Diese Anlagen sind mit modernster Technologie ausgestattet, um den Recyclingprozess effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten[6].

Kreislaufwirtschaft

Die Förderung der Kreislaufwirtschaft ist ein zentrales Ziel, um die Nachhaltigkeit im Aluminiumsektor zu verbessern. Unternehmen wie Novelis setzen auf die Entwicklung von Legierungen mit hohem Recyclinganteil und die fortlaufende Verbesserung von Recyclingprozessen[7].

Forschung und Entwicklung

Im Bereich des Aluminiumrecyclings gibt es zahlreiche Forschungsergebnisse und Entwicklungen, die darauf abzielen, die Effizienz und Nachhaltigkeit des Recyclingprozesses zu verbessern. Hier sind einige der wichtigsten Forschungsergebnisse und Entwicklungen:

Verbesserte Sortier- und Trenntechnologien

Forschungen konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Sortiertechnologien, um Aluminiumschrott effizienter zu sortieren und zu trennen. Beispielsweise könnten durch neuartige Sortiertechnologien beim Aluminiumrecycling bis zu 290.000 Tonnen eingespart werden[41].

Auszeichnungen für Forschungsbeiträge

Der Bereich Forschung & Entwicklung der Trimet Aluminium SE wurde von der Minerals, Metals & Materials Society (TMS) für ihre Forschungsarbeit zur Wiederverwertung von Aluminiumschrott ausgezeichnet. Diese Forschung leistet einen Beitrag zur Verbesserung des industriellen Prozesses beim Recycling[42].

Ökobilanzierung und Nachhaltigkeit

Studien zur Ökobilanzierung in der Aluminiumindustrie untersuchen die Umweltauswirkungen des Aluminiumrecyclings und entwickeln Werkzeuge für ein nachhaltiges Metallmanagement. Es gibt zertifiziertes Material nach der „Aluminium Stewardship Initiative“ (ASI) und Angebote von Aluminium mit einem besonders niedrigen Carbon Footprint[43].

Forschung zu Recyclingpotenzialen

Forschungen betrachten die Recyclingpotenziale von Aluminium unter Berücksichtigung der Legierungselemente. Es wird prognostiziert, dass in Zukunft ein erheblicher Anteil von Aluminiumschrott nicht recycelt werden kann, weil dieser einen zu hohen Anteil an bestimmten Legierungselementen aufweist[43].

Techno-ökonomische Analysen

Es gibt Studien, die sich mit der techno-ökonomischen Analyse von Prozessen im Aluminiumrecycling beschäftigen, wie beispielsweise die Absenkung des KCl-Gehalts im Schmelzsalz[45].

Recycling-Initiativen

Initiativen wie „Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau“ (A/U/F) fördern das Recycling von Aluminium in der Bauindustrie und demonstrieren die positiven Effekte von recyceltem Aluminium[44].

Diese Forschungsergebnisse und Entwicklungen zeigen, dass das Recycling von Aluminium ein dynamisches Feld ist, das sich ständig weiterentwickelt, um den Herausforderungen der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zu begegnen.

 

Erhöhung des Recyclinganteils

Es wird erwartet, dass der Anteil des durch Recycling gewonnenen Aluminiums in Zukunft weiter steigen wird. Dies ist notwendig, um den steigenden Bedarf an Aluminium zu decken und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu reduzieren[46].

Diese Entwicklungen zeigen, dass das Recycling von Aluminium ein dynamisches Feld ist, das sich ständig weiterentwickelt, um den Herausforderungen der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zu begegnen.

 

Fazit: Der Weg zu einer nachhaltigen Aluminiumwirtschaft

Das Recycling von Aluminium spielt eine entscheidende Rolle in der nachhaltigen Materialwirtschaft, da es nicht nur die Ressourcennutzung optimiert, sondern auch erhebliche Energieeinsparungen ermöglicht. Sekundäraluminium, gewonnen durch das Umschmelzen von Schrott, zeigt sich als effiziente Alternative zur energieintensiven Primärproduktion. Trotz dieser positiven Aspekte stehen jedoch diverse Herausforderungen im Recyclingprozess im Fokus.

Die Vorteile des Aluminiumrecyclings sind evident: Energieeinsparung, Ressourcenschonung und die Reduzierung von CO2-Emissionen. Dennoch sind Sortenreinheit, Qualitätserhalt, hoher Energieaufwand, wirtschaftliche Faktoren, technologische Herausforderungen und Umweltbelastungen Herausforderungen, die den Recyclingprozess beeinflussen können.

Die Energiebilanz beim Aluminiumrecycling ist im Vergleich zur Primärproduktion positiv, wobei innovative Technologien und verbesserte Recyclinganlagen zur weiteren Effizienzsteigerung beitragen. Die Berechnung der Energiebilanz bedient sich verschiedener Methoden wie Lebenszyklusanalyse, Prozesssimulation, Energieverbrauchsmessungen, Vergleichsanalysen, Ökobilanzierung und techno-ökonomischer Analysen.

Thermodynamische Gleichgewichte spielen eine entscheidende Rolle bei der Optimierung des Energieverbrauchs und der Qualität des recycelten Aluminiums. Diese Gleichgewichte beeinflussen den Schmelzprozess, Reaktionen während des Recyclings, die Vermeidung von Metallverlusten, die Optimierung der Wärmebehandlung und die Vorhersage von Phasenänderungen.

Die Verfügbarkeit von Aluminiumschrott kann eine Herausforderung darstellen, was die Importabhängigkeit verstärken kann. Die Akzeptanz von Rezyklat hängt von der Reinheit und Qualität ab, während Forschung und Entwicklung sowie neue Recyclinginitiativen das Feld ständig vorantreiben.

Die Zukunft des Aluminiumrecyclings wird von verbesserten Sortier- und Trenntechnologien, erhöhter Energieeffizienz, neuen Recyclinganlagen, einem Fokus auf Kreislaufwirtschaft sowie Forschung und Entwicklung geprägt. Die Erhöhung des Recyclinganteils wird weiterhin angestrebt, um den steigenden Bedarf an Aluminium zu decken und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu minimieren.

Insgesamt zeigt sich das Recycling von Aluminium als dynamischer Prozess, der kontinuierlich auf die Herausforderungen der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz reagiert. In einer Welt, die vermehrt Wert auf Umweltschutz legt, wird das Aluminiumrecycling auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der nachhaltigen Entwicklung spielen.

 

Quellen

  • [2] https://www.leichtmetall.eu/de/aluminium-herstellung/
  • [3] https://www.leifichemie.de/anorganische-chemie/metalle-und-erze/grundwissen/recyclingprozess-von-aluminium
  • [4] https://www.schrott24.at/altmetall-ankauf/aluminium/
  • [5] https://www.maschinenbau-wissen.de/skript3/werkstofftechnik/aluminium/73-sekundaeraluminium
  • [6] https://de.materials4me.com/wissen-ideen/werkstoff-aluminium/recycling-von-aluminium/
  • [7] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/aluminium-recycling-hoppegarten-100.html
  • [8] https://www.enargus.de/pub/bscw.cgi?op=enargus.search_wiki&q=Aluminium
  • [9] https://alu.ch/werkstoff/recycling/
  • [10] https://www.lizenzero.de/blog/aluminium-entsorgen-wo-und-wie-ist-das-altmetall-abzugeben/
  • [11] https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/3521/dokumente/factsheet-aluminium_fi_barrierefrei.pdf
  • [12] https://www.allesueberalu.de/Recycling.html
  • [13] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197960/umfrage/produktion-von-primaer-und-sekundaeraluminium-in-deutschland/
  • [14] https://de.wikipedia.org/wiki/Aluminiumrecycling
  • [15] https://www.metallbau-magazin.de/artikel/mb_Nachhaltig_mit_Sekundaeraluminium-3451781.html
  • [16] https://utopia.de/ratgeber/aluminiumrecycling-so-funktioniert-es/
  • [17] https://www.boeckler.de/fpdf/HBS-008174/p_fofoe_WP_230_2021.pdf
  • [18] https://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte/prozesskette-fuer-aluminiumrecycling
  • [19] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/E/energiewende-in-der-industrie-ap2a-branchensteckbrief-metall.pdf?__blob=publicationFile&v=4
  • [20] https://igora.ch/files/zum_recycling_besonders_geeignet_de.pdf
  • [21] https://publications.rwth-aachen.de/record/52846/files/Quinkertz_Rainer.pdf
  • [22] https://www.quarks.de/umwelt/muell/darum-ist-aluminium-nicht-gut-fuer-die-umwelt/
  • [23] https://www.umweltinnovationsprogramm.de/sites/default/files/2019-09/schlussbericht_wmr_bmu-uip_alurecycling.pdf
  • [24] https://portal.nmwp.de/news/view/99344/aluminiumrecycling-neue-qualitat-von-produkt-und-produktion
  • [25] https://pureadmin.unileoben.ac.at/ws/portalfiles/portal/1848003/AC08155401n01vt.pdf
  • [26] https://www.db-thueringen.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbt_derivate_00043841/ilm1-2018000432.pdf
  • [27] https://www.researchgate.net/profile/Bernd-Friedrich-2/publication/308301379_VeMRec_-_Metallurgische_Herausforderungen_beim_Recycling_von_NE-Metallkonzentraten_aus_Abfallverbrennungs-Rostasche/links/57dfe61108ae484409239031/VeMRec-Metallurgische-Herausforderungen-beim-Recycling-von-NE-Metallkonzentraten-aus-Abfallverbrennungs-Rostasche.pdf
  • [28] https://pureadmin.unileoben.ac.at/ws/portalfiles/portal/1864514/AC13750626n01vt.pdf
  • [29] https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-8274-2641-3
  • [30] https://www.iuta.de/igf-docs/abschlussbericht_13869.pdf
  • [31] https://portal.ub.uni-kassel.de/kup/d/9783737603263
  • [32] https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/ccx/2013/Umweltforschungsplan_FKZ-370946130.pdf
  • [33] https://www.e-mobilbw.de/fileadmin/media/e-mobilbw/Publikationen/Studien/Leichtbau-Studie-Oekologische-Aspekte-150.pdf
  • [34] https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-642-39853-7
  • [35] http://effguss.bdguss.de/?wpfb_dl=154
  • [36] https://www.collinsdictionary.com/us/dictionary/german-english/rezyklat
  • [37] https://www.umweltberatung.at/schwierigkeiten-beim-plastik-recycling
  • [38] https://www.plastverarbeiter.de/verarbeitungsverfahren/kunststoffrecycling/anforderungen-an-das-kunststoffrecycling-perspektiven-aus-forschung-und-entwicklung-801.html
  • [39] https://fkur.com/en/knowledgebase/what-are-recyclates/
  • [40] https://initiative-frosch.de/was-macht-plastikrecycling-so-kompliziert/
  • [41] https://www.umweltbundesamt.de/themen/optimiertes-metallrecycling-durch
  • [42] https://www.aluminium-journal.de/auszeichnung-fuer-forschung-zum-aluminiumrecycling-trimet-erhaelt-tms-award
  • [43] https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000154044/149923417
  • [44] https://www.metallbau-magazin.de/artikel/mb_Optimales_Recycling-1480368.html
  • [45] https://www.researchgate.net/publication/321309416_Techno-okonomische_Analyse_einer_Absenkung_des_KCl-Gehalts_im_Schmelzsalz_beim_Aluminium-Recycling_Forschungsvereinigung_Stifterverband_Metalle_eV_Forschungsstelle_Institut_fur_Metallurgische_Prozesst
  • [46] https://www.recovery-worldwide.com/de/artikel/aktuelle-weltweite-trends-3661043.html
  • [47] https://www.forum-rezyklat.de/en/about-us/
  • [48] https://thesustainablepeople.com/rezyklate/

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