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Hersteller von CNC-Werkzeugmaschinen: Eine Branche im Umbruch

Die rasante Entwicklung der Technologie stellt besonders ein Standbein der deutschen Industrie vor große Herausforderungen: den Maschinenbau, der für die Automatisierung der Wertschöpfungskette verantwortlich ist. Die Hersteller von CNC-Werkzeugmaschinen müssen den aktuellen Bedarf der produzierenden Betriebe erfüllen und gleichzeitig Maschinen für die Zukunft entwickeln. Die zunehmende Automatisierung birgt viele Chancen. Sie bereitet Einkäufern von CNC-Maschinen jedoch auch viel Kopfzerbrechen. Welches Bearbeitungszentrum eignet sich am besten? Welche Marke ist zu wählen? Informieren Sie sich hier über Hersteller und Kriterien, die zu der perfekten Wahl für Ihren Betrieb führen.

Trend zu Bearbeitungszentren

Mit einem Umsatz von weit über 200 Milliarden Euro jährlich und über einer Million Beschäftigten ist der Maschinen- und Anlagenbau eine Säule der industriellen Entwicklung Deutschlands und zu einem großen Teil verantwortlich für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Die zunehmende Automatisierung und Vernetzung der industriellen Produktion mischt die Branche seit vielen Jahren kräftig auf.

Früher konnten Werkzeugmaschinen einfach in Kategorien eingeteilt werden, zum Beispiel in Drehbänke und Fräsmaschinen. Heute funktioniert diese traditionelle Klassifizierung oft nicht mehr. Neben CNC-Werkzeugmaschinen werden flexible Bearbeitungszentren mit mehreren zerspanenden Verfahren und integrierter Lasertechnik immer wichtiger. Automatisierte Produktionslinien erfordern modulare Konzepte. Darüber hinaus werden Dienstleistungsangebote für Maschinenbauer immer wichtiger. Kunden brauchen neben fachgerechter Installation regelmäßige Instandhaltung und zeitnahe Reparaturen.

Standard-Schnittstelle kommt

Den verstärkten Einsatz von Robotern zu berücksichtigen, ist eine weitere Herausforderung bei der Entwicklung neuer CNC-Maschinen. Schwierigkeiten macht dabei der zurzeit noch fehlende Standard für Schnittstellen bei CNC-Maschinen. Der Verein deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) bemüht sich seit einiger Zeit, dieses Manko zu beseitigen. Gemeinsam mit der OPC Foundation richtete der VDW Ende 2018 eine Joint Working Group mit Vertretern führender Maschinenbauer ein, um die umati (universal machine tool interface) zu realisieren. Diese international standardisierte Schnittstelle entsteht in enger Zusammenarbeit mit Schwesterverbänden in Europa, den USA, China, Südkorea und Japan.

Was bedeutet das für Unternehmen, die aktuell auf der Suche nach einer CNC-Werkzeugmaschine sind? Flexibilität ist Trumpf. Bei der Auswahl einer Maschine sollten Sie nicht nur Ihren aktuellen Bedarf bedenken, sondern auch zukünftige Schritte bei der Automatisierung. Lässt sich Ihre CNC-Maschine oder Ihr Bearbeitungszentrum mit einem Roboter nachrüsten? Diese Frage ist heutzutage nicht nur für Großunternehmen wichtig. Auch Einkäufer für KMU sollten Sie bei der Auswahl beachten. Die Integration eines Roboters kann die Laufzeiten einer Maschine enorm ausweiten und unbemannte Nachtschichten ermöglichen.

DMG Mori: International führend

Robotik für Automatisierung entwickelt das deutsch-japanische Unternehmen DMG Mori im Tochterunternehmen DMG Mori Heitec. Gemeinsam mit der deutschen Heitec AG werden hier modulare Lösungen gefunden. Besonders klein- und mittelständische Unternehmen finden bei dem deutschen Branchenführer DMG Mori innovative Automatisierungskonzepte. Dank des Baukastenprinzips lassen sich Standardlösungen an Betriebe jeder Größenordnung anpassen. Besonders einfach zu bedienen ist der Robo2Go von DMG Mori, der sich über die firmeneigene Software Celos steuern lässt – ohne Programmierkenntnisse für Roboter.

Qualität mit Tradition

Mit Produkten von DMG Mori kaufen Sie Qualität. Der Bielefelder Hersteller mit dem japanischen Partner Mori Seiki liegt mit weit über zwei Milliarden Euro Umsatz im Jahr unangefochten an der Spitze der europäischen Maschinenbauer und gehört seit vielen Jahren zu den führenden Herstellern von CNC Maschinen weltweit. Bei der Produktentwicklung verfügt DMG Mori über mehr als 100 Jahre Erfahrung. Bereits 1870 gründete der Schlossermeister Friedrich Gildemeister in Bielefeld die Werkzeugmaschinenfabrik Gildemeister & Comp. 1994 kaufte das Unternehmen die Deckel Maho AG und änderte den Namen in DMG. Seit der 2009 vereinbarten Kooperation mit Mori Seiki trägt der Hersteller den Namen DMG Mori.

Umfangreiche Dienstleistungen

Produziert werden die Maschinen von DMG Mori an zwölf Standorten in Deutschland, Österreich, Italien, Polen, China und Russland. In insgesamt 56 Ländern unterhält die DMG Vertriebs- und Servicefilialen. Wenn Sie in Deutschland eine Maschine der DMG Mori kaufen, erhalten Sie umfangreiche Serviceleistungen. So bietet das Unternehmen neben einer 24 Stunden am Tag besetzten Hotline den NETservice an. Dieser funktioniert mithilfe der Celos-Software und der Einbindung einer Kamera. Damit lassen sich nach Auskunft der Firma 85 Prozent aller Probleme per Ferndiagnose lösen.

Versicherung im Crash-Fall

Ein Full-Service-Vertrag beim Kauf einer neuen Maschine bietet die kostenlose Bereitstellung von Ersatzteilen, jährliche Wartung und Versicherung im Crash-Fall. Mehr als 90 Prozent aller Spindeln können sofort geliefert werden. Die maximale Reparaturzeit für Spindeln beträgt sechs Tage. Dauert die Reparatur länger, ist sie kostenlos. Außerdem bietet DMG Mori eine Bestpreisgarantie auf Original-Ersatzteile. Darüber hinaus ist es möglich, Mitarbeiter schulen zu lassen. Maschinen von DMG Mori sind in der Regel zuverlässig, langlebig und solide gebaut. Auch der Kundenservice hat einen guten Ruf.

Grob-Gruppe in Mindelheim: China lässt grüßen

Komplette Fertigungsanlagen für Motoren, Getriebe und andere komplexe Produkte ist die Spezialität der Grob-Gruppe in Mindelheim. Bereits 1984 präsentierte die Grob-Gruppe den ersten Portalroboter mit genauer Positionierung. 2014 stellte das Unternehmen die Produktionssoftware G-Net für die Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen vor. Universalmaschinen in Modulbauweise und Großbearbeitungszentren gehören zum umfangreichen Angebot dieses Herstellers.

Maschinen von Grob entstehen in Mindelheim und drei weiteren Produktionsstandorten:

  • Bluffton im US-Bundesstaat Ohio
  • Sao Paolo in Brasilien
  • Daliahn in China

Seit der Gründung 1926 in München hat sich das Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro und 6.600 Mitarbeitern weltweit zum zweitgrößten Maschinenbauer in Europa entwickelt. Die Grob-Gruppe ist besonders erfolgreich in China, dem wichtigsten Exportmarkt für deutsche Hersteller von CNC-Maschinen. Nachdem es bereits zahlreiche Auszeichnungen von der chinesischen Industrie erhalten hatte, schloss das Unternehmen im Dezember 2018 einen Partnervertrag mit der Shanghai Automotive Industrie Corporation. Er soll die künftige Zusammenarbeit der beiden Konzerne regeln.

Wartung und Service: Kein Problem

Wenn Sie eine Maschine von Grob kaufen, erhalten Sie guten Service. Die Hotline ist rund um die Uhr besetzt. Außerdem können Sie einen Vertrag für Premium-Service abschließen. Dabei erhalten Sie unter anderem eine Ferndiagnose innerhalb von 20 Minuten. Die meisten Ersatzteile sind auf Lager. Techniker kommen schnell mit den passenden Werkzeugen. Darüber hinaus bietet Grob die Wartung Ihrer Maschinen sowie die Schulung der Mitarbeiter an. Sowohl die Maschinen als auch der Service von Grob erhalten ausgezeichnete Bewertungen von Käufern.

EMAG-Gruppe: Spezialist für Metallbearbeitung

Etwas weniger anspruchsvoll sind bislang die Automatisierungsangebote der EMAG-Gruppe mit dem Stammsitz in Salach bei Göppingen. Sie bieten ein automatisiertes Fertigungssystem an, das aus drei Einheiten besteht:

  • TrackMotion-System auf Schienen
  • Modulare Werkzeugmaschinen
  • Zu- und Abführbänder

Dieses System lässt sich flächig oder als platzsparender Stacker anlegen. Dabei dienen die Bänder gleichzeitig als Teilespeicher, der sich beim Stacker dreidimensional in die Höhe fahren lässt. Um die Automatisierung mit Blick auf Industrie 4.0 voranzutreiben, hat die EMAG-Gruppe im Herbst 2018 Anteile an anacision, einem deutscher Spezialist für Datenanalyse, übernommen. Gemeinsam sollen Softwarelösungen für den Werkzeugmaschinenbau entwickelt werden.

Spezialist für vertikale Drehmaschinen

Kompakte, modulare CNC-Maschinen für mittlere bis große Losgrößen gehören zum Spezialgebiet der EMAG-Gruppe. Die Nummer 3 der europäischen Maschinenbauer erregte 1992 Aufsehen, als es die weltweit erste Vertikaldrehmaschine mit Pick-up-Spindel vorstellte. Eine hängende Pick-up-Spindel übernimmt sowohl die Bearbeitung des Werkstücks als auch die Automation. Sie kann die zu bearbeitenden Teile wie ein flexibler Pick-up-Arm aufnehmen und ablegen. Nach wie vor gehört die EMAG-Gruppe zu den führenden Herstellern von vertikalen Drehmaschinen.

Zur Hälfte chinesisch

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Dank jahrzehntelanger Erfahrung mit verschiedenen Zerspantechniken und Laserschweißen bietet das Unternehmen neben Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen auch Bearbeitungszentren an, die verschiedene Techniken integrieren. Mit 550 Millionen Euro jährlichem Umsatz ist das Unternehmen jedoch deutlich kleiner als DMG Mori und die Grob-Gruppe. 2009 verkaufte die Familie Heßbrüggen, die Gesellschafter von EMAG, 50 Prozent der Anteile an den chinesischen Textilmaschinenbauer Jiangsu Jinsheng Industry Holding.

Wartung, Service und Schulungen

Das Service-Angebot der EMAG-Gruppe kann sich sehen lassen. Neben einer 24/7-Hotline ist es möglich, eine Ferndiagnose über eine Online-Anbindung Ihrer Maschine zu erhalten. Außerdem haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Service-Verträgen. Von den insgesamt sechs Standorten in Deutschland kommen Mechaniker schnell mit Ersatzteilen zu Ihrem Unternehmen. Darüber hinaus führt die EMAG Academy in Salach regelmäßig Kundenschulungen durch.

Heller: Es lebe der deutsche Mittelstand

Ein traditionelles, mittelständisches Unternehmen mit globalem Aktionsradius: Das ist Heller in Nürtingen bei Stuttgart. Bearbeitungszentren mit vier oder fünf Achsen sowie flexible Fertigungssysteme für den Automotiv-Bereich gehören zu den Kernkompetenzen von Heller. Automotiv bezeichnet Hersteller von Fahrzeugen und deren Zulieferbetriebe. Diese Firma bietet Ihnen hochwertige Maschinen und einen umfangreichen Nachrüstungskatalog, der ältere Maschinen digital auf den aktuellen Stand bringt.

Weltweit aktiv

Der 1894 in Nürtingen gegründete Betrieb begann bereits 1898 mit dem Maschinenbau. Heute belegt Heller mit rund 540 Millionen Euro Jahresumsatz europaweit den vierten Platz bei den Herstellern von Werkzeugmaschinen. Bereits 1974 gründete das Unternehmen Werke in England und Brasilien. 1982 folgt eine Fabrik in den USA und 2013 ein Produktionsstandort in China. Insgesamt beschäftigt Heller weltweit 2.500 Mitarbeiter.

Service zu Bürozeiten

Beim Service müssen Sie bei Heller etwas Abstriche machen. Die normale Hotline ist nur werktags während der üblichen Bürozeiten erreichbar. Für längere Erreichbarkeit brauchen Sie eine individuelle Vereinbarung. Dafür erhalten Sie Ersatzteile mit einem Jahr Garantie. Das Lager umfasst 40.000 verschiedene Ersatzteile. Darüber hinaus bietet Heller verschiedene Service- und Wartungsverträge an. Ihre Mitarbeiter können Sie entweder in der Heller Academy in Nürtingen oder direkt vor Ort schulen lassen.

Index-Werke: Spezialisten fürs Drehen

Nahe bei Heller befinden sich die Index-Werke in Esslingen. Die beiden Standorte liegen weniger als 20 Kilometer voneinander entfernt. Dieses Unternehmen hat sich vor allem mit CNC-Drehmaschinen in verschiedenen Bauarten sowie Bearbeitungszentren mit Dreh- und Fräs- oder Schleiftechnik einen Namen gemacht. Wenn Sie eine CNC-Maschine für schwer zerspanbare Werkstoffe suchen, sind Sie bei den Index-Werken an der richtigen Adresse.

Lange Erfahrung mit CNC

Drehen hat bei den Index-Werken lange Tradition. Bereits 1914 begann Unternehmensgründer Hermann Hahn mit der Produktion von Revolverdrehautomaten. In den 70er Jahren wagten die Index-Werke den Einstieg in die CNC-Technik. Das modulare Baukasten-Prinzip stellte die Firma 1992 mit einer neuen Generation von Dreh-Fräs-Bearbeitungszentren vor. Zu den Hauptabnehmern der Firma gehören die Automobilindustrie sowie Unternehmen im Maschinenbau, der Elektrotechnik und der Elektronikindustrie und Hersteller im Armaturenbau und der Fluidtechnik.

Strategie der zwei Marken

1997 übernahmen die Index-Werke die Firma Traub Drehmaschinen im benachbarten Reichenbach an der Fils. Seitdem verfolgt das Unternehmen eine Strategie der zwei Marken. Der Grund: Nach Auskunft der Firma verfügen beide Marken gemeinsam über das breiteste Programm zur Komplettbearbeitung von Drehteilen, sowohl bei der Herstellung in Serie als auch bei Einzelteilen.

80 Standorte weltweit

Mit CNC-Werkzeugmaschinen von Index erhalten Sie in der Regel Qualität vom Standard ‚Made in Germany’. Neben Esslingen und Reichenbach wird auch in Deizisau produziert. Kernkomponenten entstehen auf eigenen Maschinen. Weitere Produktionsstandorte befinden sich in Brasilien, der Slowakei und China. Weltweit ist das Unternehmen an 80 Standorten präsent. Der Jahresumsatz beträgt um die 410 Millionen Euro.

Schulungszentrum in Reichenbach

Neben einer Service-Hotline zu den üblichen Bürozeiten bieten die Index-Werke eine Online-Diagnose an. Dank eines umfangreichen Ersatzteillagers und einer großen Anzahl an Service-Technikern werden Reparaturen in der Regel schnell abgewickelt. Auch bei der Inbetriebnahme und der Wartung unterstützt Sie das Unternehmen. Ihre Mitarbeiter können Sie im Schulungszentrum in Reichenbach ausbilden lassen.

Hermle: Besser fräsen

Bei der Hermle AG in Gosheim dreht sich alles ums Fräsen. Dieses Unternehmen hat sich auf kleinere und mittlere Universalfräsmaschinen und Bearbeitungszentren spezialisiert, die hohe Ansprüche an Präzision und Zerspanvolumen erfüllen. In diesem Bereich zählt Hermle weltweit zu den Marktführern. Die häufigsten Kunden des Unternehmens sind Zulieferbetriebe für die Luftfahrt, die Medizintechnik, die Automobilindustrie und den Motorsport sowie Betriebe mit Feinmechanik, zum Beispiel Hersteller von Uhrengehäusen.

Patentierte MPA-Technologie

Besonders interessant ist bei Hermle, dass dieser Hersteller Bearbeitungszentren mit integrierter Metallpulverbeschichtung anbietet. Dafür hat Hermle die MPA-Technologie entwickelt. Dabei beschleunigt ein Trägergas die Metallpartikel auf hohe Geschwindigkeiten und bringt sie mit einer Düse auf. Weit entwickelt ist bei Hermle auch die Automation, für die verschiedene Roboter- und Handlingssysteme angeboten werden. Digitale Bausteine von Hermle enthalten verschiedene Software-Lösungen für den Betrieb der Maschinen sowie die Wartung, Diagnose und Fernwartung.

Profitables Unternehmen

Mit einem Umsatzvolumen von um die 400 Millionen Euro im Jahr belegt Hermle europaweit den achten Platz bei den Maschinenbauern. Export ist für weit über 50 Prozent des Umsatzes verantwortlich. Qualität ‚Made in Germany’ zahlt sich aus: Das Unternehmen wird seit 1990 an der Börse gehandelt und gehört zu den profitabelsten deutschen Herstellern. Alle CNC-Maschinen von Hermle entstehen in Baden-Württemberg. Eine Ausbildungsquote von 11 Prozent und langjährige Betriebszugehörigkeit sprechen für die Firma.

Reaktionszeiten vereinbaren

Beim Kundenservice legt sich Hermle ebenfalls ins Zeug. Die Hotline ist täglich von 6 bis 20 Uhr zu erreichen und samstags von 7 bis 13 Uhr. Außerdem können Sie Störungen per E-Mail, Fax oder Anrufbeantworter rund um die Uhr melden. Sie werden anschließend an die zuständigen Techniker weitergeleitet. Darüber hinaus können Sie Reaktionszeiten vereinbaren und Wartungsverträge abschließen. Hermle Maschinen haben einen hervorragenden Ruf. Manche Unternehmen bezeichnen sie als beste Werkzeugmaschinen der Welt.

Vorteile deutscher Hersteller

Deutsche Hersteller haben für Käufer einen Standortvorteil: Die räumlich nahe Fertigung und umfangreiche Ersatzteillager sorgen dafür, dass Reparaturen meist schnell ausgeführt werden können. Stillstand bei der Produktion ist der Alptraum jedes Herstellers. Deshalb sind fachgerechte Wartung und rasche Reparatur gewichtige Argumente bei der Auswahl von CNC-Maschinen.

Dennoch kann es sich lohnen, auch Maschinenbauer aus dem Ausland in Betracht zu ziehen. Für unkomplizierte Teile brauchen Sie nicht unbedingt die beste Maschine. Eine solide Standardmaschine erledigt den Job unter Umständen günstiger. Deshalb stellen wir Ihnen zwei weitere Hersteller vor: Haas Automation und Doosan Machine Tools.

Haas Automation: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Typisch vollmundig hört sich der Marketingtext des US-amerikanischen Herstellers Haas Automation an. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als größter Hersteller von CNC-Maschinen weltweit. Doch der Umsatz lag 2014 bei rund einer Milliarde US-Dollar – deutlich weniger als die Vergleichszahlen von DMG Mori und der Grob-Gruppe.

Produktion in China zu teuer

Haas Automation hat sich auf Fräs- und Drehmaschinen mit einfacher Wartung, einfacher Einrichtung und kostengünstigem Betrieb spezialisiert. Seit 1983 stellt die Firma CNC-Maschinen im kalifornischen Oxnard her. Zwischendurch versuchte man, einfache Fräsmaschinen in China für den chinesischen Markt zu produzieren. Doch trotz niedriger Lohnkosten war die Produktion teurer als in Kalifornien.

Richtungsweisendes Steuersystem

Haas hat für seine Maschinen ein Steuersystem entwickelt, das problemlos zu bedienen ist. Die Software der neuen Maschinen von Haas sendet Ihnen sogar Nachrichten über den Betriebsstatus der Maschine per SMS oder E-Mail.

Im Jahr 2005 begann Haas Automation, den europäischen Markt zu erobern. In Deutschland hat Haas mittlerweile zwei Factory Outlets und einen Vertragshändler. Fünf Service-Stützpunkte sorgen für Reparaturen und Wartung. Das Unternehmen wirbt damit, dass 90 Prozent aller Einsätze bereits bei der ersten Anfahrt erledigt werden. Darüber hinaus gibt es für Kunden zahlreiche technische Dokumente, Handbücher und Videoanleitungen von Haas Automation online.

Doosan Machine Tools: Qualität aus Korea

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zeichnet ebenfalls die Maschinen des koreanischen Herstellers Doosan Machine Tools aus. Dieses Unternehmen wurde 1976 in Korea gegründet. Nach dem Start mit NC-Maschinen gründete Doosan bereits 1994 eine Niederlassung in den USA, um CNC-Maschinen zu exportieren. Mit einem jährlichen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar zählt das Unternehmen mittlerweile zu den führenden Herstellern von CNC-Maschinen.

Spezialisten kommen aus Korea

Neben Bearbeitungs- und Drehzentren stellt Doosan auch Bohrwerke, Langdrehmaschinen und Portalfräsmaschinen her. In Deutschland hat Doosan eine Niederlassung in Dormagen, die Doosan Infracore Germany GmbH, sowie sieben Vertragshändler. Doosan verspricht, alle Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden zu liefern. Im Notfall werden Ersatzteile von Korea aus versandt. Spezialisierte Servicetechniker fliegen im Notfall von Korea zu den weltweiten Einsatzorten. Wie erfolgreich Doosan Machine Tools ist, zeigt die Tatsache, dass Rolls Royce zu den Kunden gehört.

CNC-Maschinen für besondere Ansprüche

Manche Produktionsbetriebe benötigen CNC-Maschinen, die besondere Ansprüche erfüllen. Spröde und harte Werkstoffe, beispielsweise ADI-Gusseisen (Austempered Ductile Iron), erfordern Maschinen, die speziell auf sie abgestimmt sind. Eine CNC-Werkzeugmaschine für die Metallbearbeitung eignet sich weniger gut für Drehen und Fräsen von Holz. Stein benötigt ebenfalls Maschinen, die für diesen Werkstoff konzipiert sind. Wenn Sie eine CNC-Maschine für einen bestimmten Werkstoff oder eine ausgefallene Funktion suchen, treffen Sie unter Umständen mit einem kleinen, spezialisierten Anbieter die beste Wahl.

KMU treiben Innovation an

Der Grund: Auch KMU können bei CNC-Maschinen die Innovation vorantreiben. So liegt der Jahresumsatz des Herstellers Benzinger in Pforzheim im unteren zweistelligen Millionenbereich. Dennoch überraschte der Spezialist für Drehmaschinen bei der AMB Stuttgart im Jahr 2016 das Publikum. Benzinger präsentierte ein modulares Präzisionsdrehzentrum mit einer Roboterzelle, die fast komplett in die Behausung passt. Der Roboter legt Rohlinge in das Futter ein und entnimmt fertige Bauteile. So kann das Drehzentrum über Stunden hinweg ohne Bediener produzieren.

Auswahlkriterien für CNC-Maschinen

Hilfreich ist, wenn Sie sich über die Entwicklung Ihres Unternehmens in den kommenden Jahren im Klaren sind. So können Sie ein Gesamtziel festlegen und die Finanzierung danach ausrichten. Die gewünschte Flexibilität der Produktion und die tatsächliche Ausbringungsmenge lassen sich oft nur schwer miteinander vereinbaren. Im Zweifelsfall sollten Sie dafür den Rat eines unabhängigen Experten in Anspruch nehmen.

Künftige Entwicklung berechnen

In der Fachliteratur finden Sie zahlreiche Betrachtungen und Berechnungsverfahren, mit der Sie die Wirtschaftlichkeit einer Investition ermitteln können. Neben Investitions-, Rentabilitäts- und Kostenvergleichsrechnung gibt es die Gewinnvergleichs- und die Amortisationsrechnung.

Angaben der Hersteller nachprüfen

Wenn Sie Ihre Bedürfnisse geklärt haben, können Sie mögliche Maschinen in die nähere Auswahl nehmen. Es empfiehlt sich dabei immer, verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen. Neben den reinen Anschaffungskosten sollten Sie sich auch über Garantiebedingungen, Kundendienst, Wartung und Reparaturgeschwindigkeiten genau informieren. Vertrauen Sie dabei nicht allein den Angaben des Herstellers, sondern betreiben Sie Recherche im Internet. Ein unzufriedener Kunde allein ist dabei wenig aussagekräftig. Mehrere negative Kritiken sollten Ihnen jedoch zu denken geben.

 

Bitte beachten Sie, dass diese Auflistung keine Wertung darstellt. Die Auflistung soll kontinuierlich erweitert werden.

 

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